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ritterburg

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ritterburg Bereits die Bezeichnung „Ritter“, abgeleitet von germ. ridare (= reiten), bzw. ital. cavaliere, franz. chevalier hergeleitet von spätlateinisch caballus (= Pferd) hergeleitet), weist auf den Ursprung des ritterburg ritterburg Rittertums hin: die in der Spätantike und dem Frühmittelalter entstandene Panzerreiterei. Die Ursprünge des mittelalterlichen Rittertums liegen im heutigen Frankreich, das "fränkische (französische)" Rittertum wurde über das niederländisch- ritterburg lothringische Sprachgebiet nach Osten vermittelt, "Ritter" ist deshalb nach der Ansicht einiger Historiker (etwa Reitzenstein) ein Lehnwort aus dem Niederländischen, bzw. dessen niederdeutschen Vorgängerdialekten (Ridder). Von Deutschland breitete ritterburg sich die Ritterkultur bis weit nach Osteuropa aus, besonders Böhmen entwickelte eine späte, aber umso eindrucksvollere Ausprägung. Noch heute ist Böhmen das Gebiet mit der höchsten Burgendichte Europas. Im Frankenreich der Merowinger und Karolinger ritterburg wurde der Panzerreiter mehr und mehr zum Träger der Stoßkraft in den kriegerischen Aufgeboten, obgleich Fußvolk und leichte Reiterei weiterhin die Masse der Militärmacht stellten. Ende des 9. Jahrhunderts begannen die Angriffe der ungarischen ritterburg Reiterkrieger auf Mittel- und Westeuropa (Ungarnkriege). Im Ostfränkischen Reich konnte das alte Volksheer den asiatischen Bogenschützen auf ihren schnellen, wendigen Pferden keinen ausreichenden Widerstand entgegensetzen. Auf dem ritterburg Reichstag in Worms (927) beschlossen die Großen des Reiches unter König Heinrich I. die Anlage großer Landesburgen (Ungarnwälle) und den Aufbau einer Elitetruppe aus Panzerreitern nach karolingischem Vorbild. Gegen hohe Tributzahlungen wurde ein Waffenstillstand ausgehandelt. Man nützte diese Zeit zum Burgenbau und zum Aufbau ritterburg der Reitertruppe. 933 wurden die Tributzahlungen vorzeitig eingestellt, was natürlich neue Angriffe auf ostfränkisches Gebiet zur Folge hatte. Die ostfränkischen Truppen stellten sich den Magyaren an der Werra und der Unstrut in Thüringen entgegen und ritterburg schlugen sie in die Flucht. Die Panzerreiterei hatte ihre erste große Bewährungsprobe bestanden. Der erhebliche materielle Aufwand, den der einzelne Freie für den Kriegsdienst zu leisten hatte, führte bereits in karolingischer Zeit dazu, dass nur solche Freien, die mehr als 9 Hofstellen besaßen, voll „wehrpflichtig“ waren; ärmere mussten (nach ritterburg einem detaillierten Schlüssel) zu mehreren gemeinsam nur einem von ihnen den Kriegsdienst finanzieren und ihn entsenden. Zur Finanzierung gehörten nicht nur Ausrüstung und Bewaffnung, auch für den Lebensunterhalt während des Feldzuges musste der „Wehrpflichtige“ selber sorgen. Noch höher war naturgemäß der ritterburg Aufwand für den Panzerreiter − ein schweres und besonders ausgebildetes Kriegspferd (der dextrier) und ein teurer Panzer wurden benötigt, vielfach auch noch Knechte als Begleitpersonal. Entsprechend kamen als Panzerreiter nur Reiche – entweder aus eigenem Besitz (Allod) und / oder aus königlichen oder hochadeligen Lehen − ritterburg in Betracht. Manchmal wurden hierzu die Ländereien der von den Ungarn zerstörten Klöster eingezogen und an die Vasallen verteilt. Durch diese Aufgabenteilung entstand eine „Kriegerkaste“ − das germanische Volksheer der Völkerwanderungszeit blieb nur mehr in Resten erhalten und der mittelalterliche Adel bildete sich heraus. ritterburg
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