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puppenstuben Alle diese Vorlieben von Kindern erfüllt ein Puppenherd. Miniaturherde als genaue Nachbildungen großer Feuerherde kamen in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts auf. Für puppenstuben wohlhabendere Schichten, in denen die Kinder nicht ohnehin von klein auf an der Hausarbeit beteiligt waren, boten die Puppenherde ein ideales Spielzeug und Erziehungsmittel. Zuvor hatte es Puppenküchen in den Puppenhäusern des 17. und puppenstuben 18. Jahrhunderts gegeben, die jedoch meist mehr für Erwachsene gedachte Schmuckobjekte als Kinderspielzeuge waren. Ende des 18. Jahrhunderts wurden dann separate Puppenküchen für Kinder entwickelt, wobei es sich jedoch bei Herden und anderen Geräten noch um aufgemalte oder hölzerne Attrappen handelte. Dies ging puppenstuben einher mit einer Verkleinerung der Familien aufgrund sozialer und ökonomischer Umwälzungen, sowie mit einer neuen Wahrnehmung des Kindes als Individuum und der Kindheit als eigenem Lebensabschnitt. puppenstuben Ab circa 1850 waren dann auch große Puppenküchen mit einer Breite von bis zu 120 cm erhältlich, die mit Spiritusherd und anderen, teilweise funktionstüchtigen, Küchengeräten, wie Eismaschine, Eisschrank, Rührgerät, Brotschneider etc. ausgestattet waren. Neben den Puppenküchen, die mit drei puppenstuben Holzwänden einen eigenen Raum suggerierten, sich jedoch aufgrund der räumlichen Beschränkung nicht zum „echten“ Kochen eigneten, wurden etwa gleichzeitig größere Kochherde, Geschirre und Gerätschaften entwickelt. Diese freistehenden Herde aus Metall wurden mit Spiritus befeuert und waren je nach puppenstuben Größe mit mehreren Kochstellen, Backrohr und Wasserschiffchen für warmes Wasser ausgestattet. Das Puppenkochbuch von Henriette Davidis unterscheidet ausdrücklich zwischen „Speisen, welche auf dem Puppenherd gemacht werden“ sowie „Speisen ohne Heerd [sic] zu bereiten“, also kalten Gerichten, und einer weiteren puppenstuben Abteilung, die sich der „Blumenküche oder Speisen für die Puppen“ widmet. Obwohl also für die Puppen auch die „Blumenküche“ ausreicht, werden echte Speisen auf einem Puppenherd zubereitet − und vermutlich von den Kindern selbst verzehrt. puppenstuben Diese eisernen Puppenherde entsprachen technisch der von J. P. Bérard und von Benjamin Thompson entwickelten sogenannten Kochmaschine. Um die Wärme besser auszunutzen, wurden die Töpfe direkt ins offene Feuer hineingehängt. Ein Absatz in der puppenstuben Seitenwand der Töpfe oder ein Haltering verhinderten, dass die Töpfe in den Herd hineinfielen. Die Blechherde waren mit zwei bis sechs Kochlöchern, Backofen und mehreren Türchen, hinter denen sich die Feuerung verbarg, ausgestattet. Zum Ende des 19. Jahrhunderts puppenstuben hin wurden die Herde zunehmend mit Verzierungen wie geprägtem Blech an den Seitenwänden, Riegeln und Füßen aus Messingblech sowie mit Emaille versehen. Diese Herde wurden auch nach 1900 weiterhin angeboten, bis sich um 1920 glatte weiße Herde mit geraden unverzierten puppenstuben Beinen durchsetzten. Kurioserweise wurden schon um 1902 Puppenherde angeboten, die sich an Stadtgasleitungen anschließen ließen, sich jedoch gegenüber den mit Spiritus oder Esbit befeuerten Modellen nicht durchsetzen konnten. Ab 1909 bot Märklin auch puppenstuben elektrische Puppenherde an. Diese galten als besonders sicher, waren allerdings erheblich teurer und konnten sich erst wesentlich später gegenüber den vielfach vererbten Feuerherden behaupten. puppenstuben
 
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