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königsritterburg

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königsritterburg war die Bezeichnung für die wehrhaften, adeligen Gefolgsleute des Königs und des Hochadels. Im Hochmittelalter schufen sich daneben auch Ministerialengeschlechter oder sogar Klöster eigene Gefolgschaften, die sich als Ritter bezeichneten. Die meisten königsritterburg dieser Untervasallen konnten sich jedoch auf die Dauer aus wirtschaftlichen Gründen nicht im Adelstand etablieren. Jedoch zeugen noch zahlreiche Burgställe im Umkreis erhaltener Burgen oder Ruinen von ihrer Existenz. Jeder Adlige, der „Kriegsdienst“ königsritterburg leistete, konnte diesen Titel erwerben, sofern seine wirtschaftlichen Verhältnisse dies zuließen. Im späteren Mittelalter war die „Ritterbürtigkeit“, also die Abstammung von adeligen, ritterlichen Vorfahren hierzu meist Voraussetzung. In einem feierlichen königsritterburg Akt, ursprünglich der Schwertleite, später dem Ritterschlag, wurde man vom Herrscher oder einem anderen Adeligen zum Ritter erhoben, vorausgesetzt man brachte die dafür notwendigen sittlichen und militärischen Qualitäten mit. königsritterburg Seit dem 13. Jahrhundert bilden Ritter einen erblichen Stand. Militärisch gesehen handelte es sich eigentlich um Kavallerie, woher auch die Bezeichnung (Ritter = ursprünglich Reiter) herzuleiten ist. In vielen Situationen sahen sich die Ritter allerdings gezwungen königsritterburg abzusitzen. Einen gesellschaftlich herausgehobenen Reiterstand gab es auch außerhalb des hier behandelten abendländischen Rittertums des Mittelalters, darunter die römischen Ritter der Eques im zweiten Stand (ordo equester) des alten Rom. königsritterburg Allerdings waren wohl die meisten Adeligen des Mittelalters keine „richtigen Ritter“. Aus finanziellen und familiären Gründen zogen es viele vor, Zeit ihres Lebens Edelknechte (lat. Armigeri, „Schildträger“), also ritterbürtige und waffentragende Krieger zu bleiben. Besonders bei Turnieren wurde streng zwischen Rittern und Edelknechten unterschieden. königsritterburg So durften Ritter beispielsweise mit drei Pferden auf dem Turnierplatz erscheinen, Knechten wurden nur zwei zugestanden. Vor großen Schlachten versuchten viele Feudalherren die Kampfmoral Ihrer Truppen zu stärken, in dem königsritterburg man diese Edelknechte in großer Anzahl in den Ritterstand aufnahm. So soll der polnische König Wladyslaw II. Jagiello unmittelbar vor dem Treffen bei Grunwald/Tannenberg die Ritterwürde an tausend seiner „Szlachtschitzen“ verliehen haben. Diese „Promotionen“ kamen natürlich auch nach der Schlacht vor. Gelegentlich wurden königsritterburg sogar tapfere nichtadelige Kriegsknechte zu Rittern geschlagen oder mit dem Schwert umgürtet. Diese Standeserhöhungen waren aber meist nur symbolischer Natur, vergleichbar mit heutigen Ordensverleihungen. Den so ausgezeichneten Knechten fehlten meist die nötigen finanziellen Mittel, um die Ritterwürde königsritterburg dauerhaft anzunehmen. Einige besonders tapfere Kämpfer wurden sogar mehrere Male zum Ritter gemacht, blieben aber weiterhin Edelknechte. Manchmal wurde die Ritterwürde allerdings auch gegen die Zahlung einer nicht unerheblichen Summe erkauft. So ließ sich etwa ein französischer Feldherr des Hundertjährigen Krieges zum Ritter des Deutschen Ordens schlagen. königsritterburg Die Ritterwürde war also auch bei Hochadeligen keinesfalls selbstverständlich.
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